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Präparat: C18 (H)
Auge, vorderes Segment
Eisenhämatoxilin
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Je nach Lage des Schnittes ergeben sich u.U. recht verschiedene Bilder. Nur bei Schnitten, die durch die Augenmitte gehen, ergibt sich das "Lehrbuchbild" mit großer zentraler Linse, davor gelegener Iris mit Pupillenöffnung etc. Bei tangential gelegenen Schnitten ist die Pupille nicht getroffen und die Iris bildet eine kontinuierliche Schicht vor der relativ klein erscheinenden Linse. Identifizieren Sie zunächst, zur Orientierung, folgende Räume und Strukturen. 1. Vordere Augenkammer, deren Grenzen von der Cornearückwand, der Irisvorderwand und (im Bereich der Pupille) von der Linsenvorderseite gebildet werden. 2. Ziliarkörper, ein wulstartig von der Augenwand nach innen gerichteter Vorsprung, an dem nach vorne hin die Iris verankert ist. 3. Zottenartige Vorsprünge des Ziliarkörpers (Processus ciliares), die mit dem Rand der Linse über die zarten, manchmal schwer zu erkennenden Zonulafasern verbunden sind. 4. Hintere Augenkammer, die zwischen der Irisrückwand, Linse, Ziliarkörper und Zonulafasern liegt. 5. Raum hinter der Linse und den Zonulafasern, in dem der (entfernte) Glaskörper, das Corpus vitreum lag. In ihm liegen oft die bei der Präparation von der Augenrückwand gelöste Retina und die Choroidea.