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Präparat: A49 (H)
Nerven, quer
Azan
?

Das Präparat zeigt das charakteristische Bild von Nervenfasern im Queschnitt. Zur Wiederholung: Die einzelnen Nervenfasern sind vom Endoneurium umgeben, in dem Kollagenfasern und gelegentlich Zellkerne von Fibrozyten zu erkennen sind. Im Zentrum einer myelinisierten Nervenfaser erkennt man das stark geschrumpfte Axon, das sich rundliche, hier rötlich gefärbte Struktur darstellt. Präparationsbedingt sind die Axone aus einigen Nervenfasern herausgelöst. Da die Lipide des Myelins durch Paraffineinbettung ausgewaschen werden, bleiben von der Markscheide nur Reste zurück und um das Axon entsteht ein heller Hof, in dem teilweise fädiges Material, der Proteinanteil der Markscheide, liegt. Bei einigen Nervenfasern ist der Kern einer Schwann-Zelle zu erkennen.

Enthalten Axone von Nervenzellen, die im Rückenmark oder in peripheren Ganglien liegen. Die Axone sind von Schwann-Zellen und dem Endoneurium umhüllt. Als Nervenfaser bezeichnen wir ein Axon mit seiner Hülle aus Schwannzellen und Endoneurium. Mehrere Nervenfasern werden durch das Perineurium (relativ straffesBindegewebe) zu Nervenfaserbündeln zusammengefasst. Das lockere Bindegewebe, das größere Nerven in der Umgebung verankert, wird als Epineurium bezeichnet.

Bindegewebige Hülle, die die von Perineurium umgebenen Nervenfaserbündel zu einemgroßen, makroskopisch erkennbaren Nerven zusammenfaßt. Über das Epineurium wird der Nerv in die Umgebung eingebaut. Es besteht aus lockerem Bindegewebe mit vorwiegend längsverlaufenden Kollagenfaserzügen.

Lassen sich mit histologischen Routinefärbungen im Lichtmikroskop darstellen. Sie setzen sich aus parallel angeordneten Kollagenfibrillen zusammen, die nur im Elektronenmikroskop erkennbar sind. Vorstufen des Kollagens (Prokollagen) werden von Fibroblasten synthetisiert und über Exozytose sezerniert. Die Bildung der Kollagenfibrillen erfolgt erst extrazellulär durch Abspaltung von Propeptiden und anschließender Quervernetzung. Kollagenfasern sind Bestandteil der Extrazellulärmatrix, ihre Anzahl und Anordnung bestimmt die Beschaffenheit des Bindegebewebes: Straffes Bindegewebe (z. B. in der Sehne) enthält zahlreiche, parallel angeordnete Kollagenfasern. Im lockeren Bindegewebe sind die Kollagenfasern weniger dicht und haben keine Vorzugsrichtung.

Besteht aus mehreren Schichten epithelial angeordneter Zellen und vorwiegend zirkulär verlaufenden Kollagenfasern. Es bildet ein Hüllsystem, das Bündel von wenigen bis zu einigen hundert, von Endoneurium umgebenen Nervenfasern zu Faszikeln zusammenfasst.

Durch Perineurium zusammengefaßte Bündel von wenigen bis zu einigen hundert, von Endoneurium umhüllten Nervenfasern.

Zarte, bindegewebige Hülle einer einzelnen Nervenfasern mit kollagenen und retikulären Fasern, die von der Nervenfaser durch eine Basallamina getrennt ist. Das Endoneurium enthält Blut- und Lymphkapillaren.