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Präparat: A12 (H)
Ureter, Übergangsepithel ungedehnt
Eisenhämatoxilin
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Das Urothel weist je nach Spannungszustand unterschiedliche Formen auf. Typisch sind die schirm- oder pilzartigen Deckzellen. Nur an wenigen Stellen ist zu sehen, dass diese Zellen mit schlanken Ausläufern (dem „Stiel“ des Pilzes) bis zur Basalmembran herabreichen. Hingegen ist gut zu erkennen, dass ihre abgeplatteten Schirme, die auch ihre Zellkerne enthalten (mitunter mehrere), die oberste Schicht des Urothels bilden. Das apikale Zytoplasma der Deckzellen ist verdichtet; diese Verdichtung wird als Crusta bezeichnet. Das Urothel ruht auf einer Lamina propria.

Übergangsepithel; Auskleidung von Nierenbecken, Harnleiter und Harnblase. Größtenteils mehrschichtiges, zum Teil auch mehrreihiges Epithel, das sich den wechselnden Füllungs- und damit Dehnungszuständen von Harnleiter und Harnblase rasch anpassen kann, indem es aus einem hohen Epithelverband mit vielen Schichten in einen flacheren mit weniger Schichten übergeht. Die oberflächlichen Deckzellen haben häufig zwei Zellkerne, sie sind im gedehnten Zustand relativ platt, im ungedehnten hochprismatisch. Ihre apikalen, an das Lumen grenzenden Zellmembranen sind verdickt, so dass die charakteristische Crusta des Übergangsepithels entsteht.

Oberflächliche Zellage des Urothels; die Zellen können ihre Form verändern - in ungedehntem Zustand sind sie hochprismatisch, bei Dehnung flacher. Eine Deckzelle überlagert stets mehrere Zellen. Durch tight junctions ist der Interzellularraum zwischen den Deckzellen wirksam verschlossen.

Mit dem Begriff "Basalmembran" wird eine lichtmikroskopisch erkennbare Struktur zwischen einem Epithelverband und dem unterliegenden Bindegewebe bezeichnet. Sie ist nur dort zu erkennen, wo die Lamina fibroreticularis der Basallamina verstärkt ist.

An der Spitze gelegen; im Epithelverband direkt an der inneren oder äußeren Körperoberfläche gelegen.

Lichtmikroskopisch sichtbare Verdickung der apikalen Zellmembran der Deckzellen des Übergangsepithels. Sie beinhaltet diskoidale Vesikel mit einem dichten Netz von Intermediär- und Aktinfilamenten. In den Vesikeln befinden sich Proteine (Uroplakin), die durch Exozytose in die luminale Membran eingebaut werden und diese somit vor dem hypertonen Urin schützen.

Liegt zwischen Lamina epithelialis und Lamina muscularis der Tunica mucosa, besteht aus lockerem Bindegewebe. In ihr finden sich zahlreiche Blut- und Lymphkapillaren sowie viele freie Zellen der Abwehr, z.B. Makrophagen and Lymphfollikel.