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Präparat: 14 (L)
Nabelschnur, gallertiges Bindegewebe
Azan
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Schon in der Übersicht fallen die drei großen Gefäße der Nabelschnur auf. Hierbei handelt es sich um die beiden Nabelarterien (Arteriae umbilicales), die das kindliche Blut zur Plazenta führen, und die (unpaare) Nabelvene (Vena umbilicalis). Diese Gefäße erscheinen nahezu rund und besitzen eine hier besonders kräftig rot gefärbte Gefäßwand. Die Wandmuskulatur der Nabelschnurgefäße verkürzt sich nach der Geburt und lässt ihr Lumen dadurch enger erscheinen als in vivo. Die äußere Schicht des Querschnitts wird vom Amnionepithel gebildet, daran schließt sich das gallertige Bindegewebe (Wharton-Sulze) an, das die bereits genannten Nabelgefäße umgibt. Diese Form des Bindegewebes hat ihren Namen durch die gallertige Konsistenz der ungeformten Interzellularsubstanz. Im Gegensatz zum mesenchymalen Bindegewebe findet man im Interzellularraum des gallertigen Bindegewebes bereits kollagene Fasern. Die ortsständigen Zellen besitzen also bereits die Fähigkeit, geformte Bestandteile der Interzellularsubstanz (z. B. Kollagenfasern) zu bilden.

50-60 cm lange Verbindung zwischen dem kindlichen Nabel und der fetalen Seite der Plazenta. Sie besteht aus gallertigem Bindegewebe, ist meist spiralig gedreht und außen von Amnion überzogen. In der Nabelschnur verlaufen zwei Aa. umbilicales, die das kindliche Blut zur Plazenta führen und eine V. umbilicalis, die das Blut von der Plazenta zum Kind führt.

Scheibenförmiges Organ, das im reifen Zustand ca. 3cm dick ist, einen Durchmesser von ca. 20cm und ein Gewicht von ca. 500g besitzt. An der dem Kind zugewandten Fläche befindet sich der Nabelschnuransatz. Die Plazenta besteht aus einer Chorionplatte, den Zottenbäumen und einer Basalplatte; die beiden Platten gehen am Rand ineinander über und umschließen einen Raum, in den von der Chorionplatte aus Zottenbäume hineinragen. Der zwischen den Zotten liegende intervillöse Raum wird von mütterlichem Blut durchströmt. An den Zotten findet der Stoff- und Gasaustausches zwischen Mutter und Kind statt. Die Plazenta bildet Hormone, die der Erhaltung der Schwangerschaft dienen; Erfolgsorgane dieser Hormone sind der Gelbkörper im Ovar, die Uterusgewebe, die Mamma und embryonale Organe. Zwischen Plazentahormonen und den Hormonen des Ovars und des Hypophysenvorderlappens bestehen Regelkreise.

Plattes bis isoprismatisches Epithel des Amnions, das in der zweiblättrigen Keimscheibe zwischen Trophoblast und Ektoderm entsteht und mit dem Ektoderm des Embryos die Amnionhöhle bildet.

Dieser Gewebetyp kommt nur in der Nabelschnur und in der Pulpa junger Zähne vor; er besteht aus flachen Zellen, die langgestreckte, verzweigte Ausläufer bilden, die mit denen der Nachbarzellen in Berührung stehen und einer proteoglykanreichen gallertigen Interzellularsubstanz. Es treten zarte, locker gebündelte Kollagenfasern und einzelne retikuläre Fasern auf.

Extrazellulärmatrix; bezeichnet Strukturen und Substanzen, welche die Zellzwischenräume ausfüllen. Besonders ausgeprägt ist die Extrazellulärmatrix im Binde- und Stützgewebe. Wichtige Bestandteile sind Kollagenfibrillen und elastische Fasern, Adhäsionsproteine (Fibronektine, Laminin) und die amorphe Grundsubstanz (Proteoglykane, Glykosaminoglykane)

Pluripotentes Grundgewebe der Embryonalzeit, von dem sich sämtliche Binde- und Stützgewebe sowie einige andere Gewebe (z.B. Teile der Muskulatur) ableiten. Das Mesenchym selbst stammt aus dem Mesoderm und zu kleinen Teilen aus Ektoderm und Entoderm.