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Präparat: C24 (H)
Spinalganglion
Eisenhämatoxilin
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In der Übersicht sind die unterschiedlich großen Perikaryen der Spinalganglienzellen als runde oder ovale Strukturen zu erkennen. In einigen Perikaryen ist der Zellkern angeschnitten. Kleine, intensiv angefärbte Zellkerne sind kreisförmig um die Perikaryen der Ganglienzellen angeordnet. Sie gehören zu Gliazellen (Mantelzellen, Satellitenzellen). Zwischen den Zellen verlaufen längs-, schräg oder quergeschnittene Bündel aus Nervenfasern mit zarten kollagenen Fasern des Endoneuriums. Die Nervenfaserbündel enthalten marklose und markhaltige Axone. Form, Zahl und Anordnung der Fortsätze der Nervenzellen können nicht genau beurteilt werden. Zur detaillierten Analyse der Fortsätze müssen spezielle Versilberungstechniken oder immunhistochemische Verfahren eingesetzt werden. Nur durch diese Verfahren ist zu erkennen, dass es sich bei den Spinalganglienzellen pseudounipolare Nervenzellen handelt. Die Spinalganglien sind Teil der Spinalnerven des Rückenmarks. Die Spinalnerven sind bilateral und segmental angeordnet. Jeder Spinalnerv setzt sich aus einer Vorderwurzel (Radix anterior) und einer Hinterwurzel (Radix posterior) zusammen. Makroskopisch sind die Spinalganglien als Verdickungen in der Hinterwurzel zu erkennen.

Plural v. Perikaryon. Das Perikaryon bezeichnet den Teil der Nervenzelle, der den Zellkern und das umgebende Zytoplasma enthält.

Enthält die Perikaryen der sensorischen pseudounipolaren Nervenzellen, die ihren peripheren Fortsatz in den Spinalnerven und ihren zentralen Fortsatz in die Hinterwurzel des Rückenmarks entsenden. Die Spinalganglien liegen als Teil des Spinalnerven in den Foramina intervertebralia der Wirbelsäule.

Zellen des Nervensystems, die mechanische und metabolische Aufgaben erfüllen und essentielle Partner der Nervenzellen sind. Im Zentralnervensystem sind zu unterscheiden: Astrozyten, Tanyzyten, Ependymzellen, Plexusepithelzellen, Oligodendrozyten und Mikroglia. Die Mikroglia entwickelt sich nicht - wie alle anderen Gliazelltypen - aus dem Neuralrohr (Ektoderm), sondern wächst aus dem Mesenchym in die Anlage des Nervensystems ein.

Gliazellen in peripheren Ganglien, auch als Mantelzelle bezeichnet, umgibt der Perikaryon der Ganglienzellen, eng verwandt mit Schwann-Zellen, die im peripheren Nerven vorkommen und dort die Axone umhüllen.

Lassen sich mit histologischen Routinefärbungen im Lichtmikroskop darstellen. Sie setzen sich aus parallel angeordneten Kollagenfibrillen zusammen, die nur im Elektronenmikroskop erkennbar sind. Vorstufen des Kollagens (Prokollagen) werden von Fibroblasten synthetisiert und über Exozytose sezerniert. Die Bildung der Kollagenfibrillen erfolgt erst extrazellulär durch Abspaltung von Propeptiden und anschließender Quervernetzung. Kollagenfasern sind Bestandteil der Extrazellulärmatrix, ihre Anzahl und Anordnung bestimmt die Beschaffenheit des Bindegebewebes: Straffes Bindegewebe (z. B. in der Sehne) enthält zahlreiche, parallel angeordnete Kollagenfasern. Im lockeren Bindegewebe sind die Kollagenfasern weniger dicht und haben keine Vorzugsrichtung.

Zarte, bindegewebige Hülle einer einzelnen Nervenfasern mit kollagenen und retikulären Fasern, die von der Nervenfaser durch eine Basallamina getrennt ist. Das Endoneurium enthält Blut- und Lymphkapillaren.

Im ZNS von Oligodendrozyten und im peripheren Nervensystem von Schwannschen Zellen ummarkte Fortsätze einer Nervenzelle. Man unterscheidet markreiche von markarmen Nervenfasern. Die Dicke des Axons und der Marksscheide bestimmt die Geschwindigkeit und Art der Erregungsleitung: Die markhaltigen Axone leiten die Erregung schnell und saltatorisch (sprunghaft) weiter.

Besitzen einen einzigen, vom Perikaryon abgehenden Fortsatz, der sich bald in einen peripheren und einen zentralen Fortsatz aufteilt. Unter morphologischen und funktionellen Gesichtspunkten sind beide Fortsätze Axone (enthalten keine Nissl-Substanz; können von einer Markscheide umgeben sein). Pseudounipolare Nervenzellen finden sich in sensorischen (sensiblen) Ganglien, z. B. im Spinalganglion.

Nervi spinales; 31 segmental und paarweise aus dem Rückenmark austretende Nerven. Man unterscheidet 8 zervikale, 13 thorakale, 5 lumbale und 5 sakrale sowie den kokzygealen Spinalnerven. Die Perikaryen des motorischen, efferenten Anteils liegen im Vorderhorn des Rückenmarks, die des sensiblen, afferenten Anteils in den Spinalganglien und die des viszeromotorischen Anteils im Seitenhorn des Rückenmarks. Die efferenten Fasern eines Segmentes bilden die Vorderwurzel und vereinigen sich mit der sensiblen Hinterwurzel zum Spinalnerven, der sich in vier Äste aufteilt: Ramus meningeus zur sensiblen Versorgung der Rückenmarkshäute Ramus posterior (dorsalis) zur motorischen Versorgung der autochthonen Rückenmuskulatur und zur sensiblen Versorgung der Hautregion des Rückens Ramus anterior (ventralis) zur motorischen Versorgung der Rumpfvorder- und Seitenwand und der Extremitäten sowie zur sensiblen Versorgung der entsprechenden Hautareale Ramus communicans, der die Verbindung zu den Grenzstrangganglien des vegetativen Nervensystems herstellt.